Ich finde es nicht nur fragwürdig, sondern unverschämt, dass wir Bürger mit unseren Rundfunkgebühren "soziale Netzwerke" wie Facebook, Twitter und Co. indirekt mitfinanzieren. Das geht einfach nicht - und das Ausmaß ist riesig!

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@kuketzblog würde es keiner nutzen, würde es auch nicht angeboten werden.

Das wird ja nur gemacht um dort die Leute zu erreichen.

Früher wurde gemeckert, dass sie nur im linearen TV präsent wären, was aber eh keiner nutzen würde (außer die alten).

Es ist auch nicht Aufgabe des ÖR die sozialen Medien neuzustrukurieren.

@KitKat, mit deinem Satz redet sich leider jede:r aus der #Verantwortung. "_Meine_ Aufgabe ist das nicht. Darum nutze ich diese Dienste ungehemmt (und fördere dadurch die Machtstellung der Konzerne). Soll doch XYZ dafür sorgen, dass die Konzerne in Zaum gehalten werden."
Aber wehe, XYZ will dann wirklich was durchsetzen. Dann gibt's aber ordentlich Gegenwind. Nicht nur von den Konzernen sondern von allen, die sich abhängig gemacht haben.
@kuketzblog

@astronav @kuketzblog

Wer ist denn tatsächlich in d. Verantwortung sich um d. Machtstellung von Konzernen zu kümmern?

Es ist einfach nicht die Verantwortung des ÖR. Simple as that.

Eher wären dann die Nutzer der sozialen Medien in Verantwortung (deren sich Interessen aber nicht langfristig genug orientieren zu scheinen). Wirklich zuständig sind hier aber Staat samt Politik.
Der ÖR passt sich nur den Wünschen der Bevölkerung an um ihren Auftrag (die wirkliche Verantwortung jener) zu erfüllen.

@KitKat
Also ich bin hier im Fediverse.
Und wo sind jetzt die ÖR?

Da beisst sich doch die Schlange in den Schwanz. Dazu müssten erst millionen Bürger hier sein, um relevant zu sein.

Sie könnten aber auch eine Instanz aufsetzen und die nächsten Jahre erstmal zu FB & Co. crossposten, bis die große Masse gewechselt.
Damit haben sie weiterhin Reichweite und können zugleich eine Vorbildrolle einnehmen.

@astronav @kuketzblog

Du schreibst ihnen eine Verantwortung zu, die sie schlicht nicht haben.

@KitKat @kuketzblog Ich sehe eine _Mit_verantwortung, ja. Genauso wie Verantwortung der Bevölkerung und der Politik.

Jede:r sieht doch die Verantwortung bei den anderen:

Einrichtungen: wenn wir das nicht nutzen, laufen uns die Leute fort; die wollen das so

Bevölkerung: das pralle Leben ist _dort_; wenn ich das nicht nutze, bin ich außen vor

Politik: wenn wir was dagegen machen, sind wir #Spaßverhinderer und ziehen den Zorn der Wähler:innen auf uns.

#Teufelskreis

@astronav @kuketzblog

Bei "Einrichtungen" liegst du knapp daneben: Man könnte ja beides nutzen.
Bei Politik ebenfalls: Man muss ja die Nutzung von Facebook nicht direkt verbieten, siehe Kommentar von @technicallypossible

Bevölkerung und Poltik gehen Hand in Hand: Die Bevölkerung bräuchte es politisch nur genügend fordern.
"Die Politik" (wir sind Politik) dürfte/sollte dem automatisch folgen und das vermeintliche Dilemma würde es gar nicht geben.

@KitKat @technicallypossible

Die Bevölkerung _wird_ es jedoch nicht genügend fordern, weil leider der Großteil der Bevölkerung sieht, dass man ohne Facebook, WhatsApp, Instagram, whatever immer weniger Teilhabe hat.

Und wer erst einmal aufgegeben hat (um "dabei" sein zu können), braucht _viel_ Energie, da wieder herauszukommen. In der Zwischenzeit hat sich dann noch mehr zu den großen Konzernen verlagert (weil ja noch mehr Menschen so erreicht werden können).

@astronav @technicallypossible

> Die Bevölkerung _wird_ es jedoch nicht genügend fordern, weil leider der Großteil der Bevölkerung sieht, dass man ohne Facebook, WhatsApp, Instagram, whatever immer weniger Teilhabe hat.

Das macht keinen Sinn. Gerade deswegen wird sie es doch fordern die monopolistischen Strukturen aufzubrechen.
Wie es bereits geschieht: Digital Services Act

@astronav @kuketzblog

Und man sieht auch, dass es in einem gewissen Maß passiert: Digital Services Act

@astronav @kuketzblog

Du hast übrigens auch eine Verantwortung.
Durch deine Werbung für einen Konzern, der Macht durch seine Nutzerbasis bekommt (Netzwerkeffekt), ähnlich wie Facebook, WhatsApp, etc., statt für föderierende Alternativen, förderst du ebenso die Machtstellung von Konzernen.

@KitKat @kuketzblog Da sind wir uns völlig einig. Daher benutze ich auch kein Facebook, WhatsApp und fordere auch nicht zu ihrer Nutzung auf.

Und das ständige "Folge uns auf XYZ" bei Einrichtungen (inkl ÖR) betrachte ich als schon ziemlich deutliche Werbung.

@astronav @kuketzblog
Aber du nutzt Threema und forderst zu dessen Nutzung auf.

Inwiefern ist das besser?
Du magst jetzt sagen: "Die sind ja noch vergleichsweise klein", aber Facebook & WhatsApp waren ja auch mal klein.
Da steckt das selbe Prinzip wie bei Facebook dahinter (wie ich in meinem Post erläutert habe).

@KitKat

Ich denke, es gibt schon ein paar Aspekte, die #Threema positiv von #Facebook und #WhatsApp unterscheiden.

Nicht zuletzt die Tatsache, dass letztere (auch selbst dokumentiert) Nutzerverhalten umfangreich auswerten (und in dem Rahmen gleich noch viele Informationen über unbeteiligte erhalten) und zu Geld machen, während Threema meiner Meinung nach plausibel dokumentiert, das gerade nicht zu tun.
(1/2)

@KitKat
Ja, der Threema-Server ist Closed-Source. Aber immerhin gab es Audits.

Und auch bei föderierter Kommunikation musst du zumindest den Serverbetreibern der Kommunikationsparter trauen. Gänzlich unproblematisch ist das auch nicht.

(2/2)

@astronav

Öhm was ändert das an der Macht durch Konzerne?
Es ist ein zentralisierter Walled Garden, der stark auf dem Netzwerkeffekt beruht. Hier gibt es absolut keinen Unterschied zu WhatsApp.

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