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Schwarzlicht!
Was? Wie? Wo?

Seit bald 4 Jahren berichtet das Schwarzlicht Kollektiv aus Würzburg zu lokalen Veranstaltungen, Aktionen, politischen Ereignissen und diversen progressiven Themen. Manchmal investigativ, manchmal Live-Tickernd auf Demos, sind wir ein alternatives Nachrichtenportal für den Unterfränkischen Raum.

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Als Kollektiv legen wir Wert auf Anonymität und ermöglichen diese auch Dritten, welche unsere Kanäle zur sicheren Veröffentlichung von Informationen nutzen können. 2/3

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Alerta: die antisemitische Hetze der „Eltern stehen auf“ bleibt nicht länger unbeantwortet.
Die Antifa Würzburg ruft öffentlich zum Gegenprotest an diesem Samstag auf!
twitter.com/antifa_wue/status/

CN: Holocaustverharmlosung

Am 27.11.: Gedenken zur Deportation am oberen Mainkai in .
Am 28.11.: die Bayerische Schlösserverwaltung erlaubt antisemitische Hetze an einem Platz, wo zuvor Bücher verbrannt wurden.

twitter.com/ThomasPWue/status/

Nicht nur in Würzburg wurden in den letzten Tagen aus Solidarität mit dem „Danni“ Bäume besetzt. In ganz Deutschland kam es immer wieder zu solchen Aktionen, am Freitagnachmittag wurden zusätzlich viele Autobahnen von Klimaaktivist:innen unter dem Motto „Block Friday“ durch Kletteraktionen blockiert. [4/4]

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Sie forderten ein radikales Umdenken in Wirtschaft und Politik, weg von Konzerninteressen der Autolobby, hin zu nachhaltigen Alternativen. Außerdem kritisierten sie das Vorgehen der Polizei bei der Rodung im Dannenröder Forst, bei der in den letzten Wochen immer wieder Menschen teilweise schwer verletzt wurden. [3/4]

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Immer wieder hielten interessierte Spaziergänger:innen an um sich über den Grund der Besetzung zu informieren und ihre Solidarität auszusprechen.
Zum Programm zählten neben der Besetzung auch ein Konzert, das Malen von Bannern, ein Vortrag sowie ein Kletterkurs.
Die Klimaaktivist:innen machten mit ihrer Aktion darauf aufmerksam, dass das Roden eines Waldes für eine Autobahn nicht mit der Verkehrswende und dem Pariser Klimaabkommen vereinbar ist. [2/x]

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Am gestrigen Samstag haben Aktivist:innen von „Fridays for Future Würzburg“ über sechs Stunden mehrere Bäume in „Klein Nizza“ im Ringpark in Würzburg besetzt. Sie machten damit auf die Rodungen im besetzen Dannenröder Forst in Mittelhessen aufmerksam, der zur Zeit sehr gewalttätig geräumt wird. Zu den zwischenzeitlich bis zu fünf Menschen, die in Hängematten auf Bäumen waren, gesellten sich 25 weitere Menschen, die vom Boden aus unterstützten. [1/x]

- 13:30 Uhr: Gemeinsames Bannermalen 🎨
- 14:00 Uhr: Lesung aus den Bäumen: "Das geheime Leben der Bäume" von Peter Wohlleben 📖
- 15:00 Uhr: Soli-Foto-Termin für den Danni 📷
- 16:00 Uhr: Spontankonzert Trotznase 🎹🎷

Kommt zahlreich, zeigen wir wessen Zukunft sie grade vergeigen, und wie eine Verkehrswende für uns eigentlich auszusehen hat!
"

via: Fridaysforfuture Würzburg (telegram)

Ende Gelände Ende Gelände Würzburg
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Bringt gerne Tee, Essen, Instrumente, Gedanken, was auch immer.

Programm:
- immer: Danni-Plenum - Ihr wollt gerne an den Ort des Geschehens fahren, habt aber keinen Peil, wie ihr dort hin kommt, was dort der Stand ist, was ihr dort tun könnt oder auf was ihr achten müsst? Dann kommt vorbei und stellt eure Fragen, tauscht euch über eure Erfahrungen aus oder hört einfach nur zu📣 [2/x]

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🌳🏴🚩🌳+++EIL+++EIL+++🌳🏴🚩🌳

Uns erreichen Nachrichten aus dem Würzburger Ringpark:

"Eine Gruppe Klimaaktivist:innen hat in Solidarität mit der Dannenröder Wald 🌳 BLEIBT! Keine A49! im Ringpark, nähe Klein Nizza, mehrere Bäume besetzt und Banner gehisst.
Eine Mahnwache ist angemeldet, kommt fleißig vorbei und unterstützt die Menschen in den Bäumen! Sie wollen wohl den heutigen Tag dort oben bleiben.

Frauen die kämpfen, sind Frauen die leben!

Das Foto wurde am Frauenkampftag, 8. März 2020, in Nürnberg aufgenommen. [11/11]

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Gleichberechtigung & Emanzipation waren im Kapitalismus nie vorgesehen, da die Zersplitterung der Arbeiterklasse und Kontrolle über die Frauen ein Garant für die reibungslose Kapitalakkumulation darstellen. Um die Gewalt gegen uns zu beenden & jeder (und jedem) einzelnen von uns eine selbstbestimmte & unabhängige Existenz zu ermöglichen, müssen wir uns nicht nur aus den Fesseln der männlichen Vorherrschaft befreien, sondern vor allem aus den Fesseln des Kapitals und der Lohnabhängigkeit. [10/x]

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Im Gegenteil mussten ihre Körper und reproduktiven Fähigkeiten gewaltsam dem Kapital zur Produktion und Reproduktion billiger Arbeitskraft untergeordnet werden, das Brechen des weiblichen Widerstands, die kulturelle Schlechterstellung der Frau und das Abhängigkeitsverhältnis nicht nur vom Lohn, sondern vom Lohn eines (Ehe-)Mannes ermöglichten erst das Funktionieren der kapitalistischen Produktionsweise. [9/x]

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Von den Enteignungen und Privatisierungen der ursprünglichen Akkumulation waren besonders die öffentlichen Gemeindegüter (die Allmende; engl. „commons“) betroffen. Diese Form gemeinschaftlicher landwirtschaftlicher Nutzfläche und des sozialen Treffpunkts ermöglichte Frauen damals eine Unabhängigkeit, die ihnen weder das kapitalistische Modell der Kleinfamilie, noch die Lohnabhängigkeit bieten kann. [8/x]

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Hexenverfolgungen waren kein Überbleibsel aus dem „dunklen“ Mittelalter, sondern ein jüngeres Phänomen, welches den Übergang von der Ständegesellschaft zum Kapitalismus während der frühen Neuzeit prägte. „Hexen“ waren häufig widerständische Frauen, die körperliche und reproduktive Selbstbestimmung praktizierten, ihre Teil-Eigenständigkeit verteidigen wollten und prekäre Situationen nicht geschlagen hinnahmen. [7/x]

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Zur Zeit seiner Entstehung, während der sogenannten ursprünglichen Akkumulation, welche den Scheidungsprozess der Arbeiter:innen von ihren Produktionsmitteln zur Herstellung einer lohnabhängige Arbeiterklasse bezeichnet, wurde auch das Geschlechterverhältnis den Anforderungen des neuen Wirtschaftssystems angepasst. [6/x]

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Die Angewiesenheit auf die finanzielle Sicherheit die ein gewalttätiger Partner trotz allem bietet, erschwert es Frauen oftmals sich (und ihre Kinder) aus der Beziehung zu befreien. Wer also von partnerschaftlicher Gewalt gegen Frauen spricht, muss ebenso vom Kapitalismus sprechen, welcher jene mit ermöglicht. [5/x]

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Weiterhin verdienen Frauen im Schnitt ca. 20% weniger als Männer und erhalten selbst für die gleiche Arbeit im Schnitt ca. 5,5% weniger Gehalt. Die Arbeitskraft produzierende Haus- und Sorgearbeit wird selten schlecht, und meistens überhaupt nicht entlohnt; jedoch mehrheitlich von Frauen und vor allem von Frauen für ihre lohnarbeitenden Ehemänner erledigt, ungeachtet der Frage ob sie selbst einer Lohnarbeit nachgehen, weil das Gehalt des Partners nicht mehr ausreicht. [4/x]

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Bis vor 43 Jahren durften Frauen ohne Einwilligung ihres Gatten keiner Lohnarbeit nachgehen, bis 1962 nicht einmal ohne sein Einverständnis ein eigenes Bankkonto eröffnen. Während sich an der rechtlichen Situation der (verheirateten) Frau einiges gebessert hat, bleibt sie faktisch dennoch häufig auf das Einkommen eines Ehemanns oder Partners angewiesen, erfahrungsgemäß spätestens sobald ein Kind da ist. [3/x]

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Es ist ein Fehler, das Problem der physischen und sexuellen Gewalt gegen bis hin zum Mord an Frauen isoliert von den ökonomischen Rahmenbedingungen in denen es stattfindet zu betrachten. Im patriarchalen Kapitalismus äußert sich die Lohnabhängigkeit der Frauen der Arbeiterklasse oft in Form der Abhängigkeit vom Ehemann bzw. viel mehr dessen Lohn. [2/x]

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