Reichtum in Würzburg – Die Krise nicht auf dem Rücken der Armen austragen!

Teil I: Fürstlich Castellsche Privatbank.

Würzburg ist eine wohlhabende Stadt, dennoch werden immer mehr Menschen aus der Stadt gedrängt, da sie die teuren Mieten nicht bezahlen können.
Durch die Corona-Krise verschärft sich die Situation am globalen Arbeitsmarkt. Auch in Unterfranken drängt die Krise viele Menschen in Armut. Die Regierenden setzen auf Maßnahmen, die vor allem den Wohlhabenden und Industriellen zugute kommen.

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Kurzarbeitergeld ist ein Geschenk an die Arbeitgeber:innen mit dem Ziel die Arbeitsplätze zu erhalten. Dies bedeutet für die Arbeitnehmer:innen oft drastische Einkommenseinschnitte. Dennoch entlassen Unternehmen, die Kurzarbeitergeld beanspruchen massenhaft Arbeiter:innen. Maßnahmen, wie die Senkung der Mehrwertsteuer oder der Kinderbonus helfen nicht gegen die steigende Armut, da von diesen Boni Besserverdienende und Besitzende genauso oder sogar mehr profitieren.

Auf der Strecke bleiben Menschen in den oft schlecht bezahlten „systemrelevanten“ Berufen, Minijobber:innen, Rentner:innen, Geflüchtete, Alleinerziehende und (vor allem ältere) Menschen, die entlassen wurden oder von Entlassung bedroht sind. Vor allem aber wird deutlich wie ungerecht der Besitz in unserem Land verteilt ist. Laut Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung besaßen 2019 die 10% der reichsten Deutschen mindestens 63% des Volksvermögens.

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Geld ist demnach genug vorhanden, die Verteilung ist jedoch ungerecht. Richtiger Wohlstand ist oft nur noch durch Erbe zu erreichen. Deshalb nehmen wir euch in den nächsten Wochen mit auf eine virtuelle Stadtführung und zeigen euch, wem der Reichtum in Würzburg gehört.

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Die Fürstlich Castellsche Privatbank hat neben ihrem Hauptsitz in Würzburg, Niederlassungen an zehn weiteren Standorten in Süddeutschland. Die älteste Bank Bayerns gehört je zur Hälfte den Adelsfamilien Castell-Rüdenhausen und Castell-Castell und schloss 2018 mit einer Bilanzsumme von über eine Milliarde Euro.

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Im Dezember 2018 wurde ein leitender Kundenberater der Bank zu 7,5 Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte sich an Kundenkonten bedient und einen Schaden von etwa 7 Millionen Euro verursacht. Nach dem Imageschaden möchte die unterfränkische Adelsbank auf „Nachhaltigkeitsprodukte“ setzen.

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Mit dieser Thematik befasste sich auch der gestrige bundesweite Aktionstag „Wer hat, der gibt”. In mehreren Städten fanden Demonstrationen statt. Für mehr Infos besucht: werhatdergibt.org, folgt den Social Media Kanälen des Bündnisses oder schaut euch das Mobivideo an:
youtu.be/scasFTZw_Mg

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